Sichtbar werden ohne Werbebudget
Verzeichnisse, Ferienseiten, Schule und Elternrat, Gemeinde-Ferienpass, Instagram mit Illustrationen und die Einladung von Kolleginnen mit Gutschrift: Wege, die Zeit kosten statt Geld.
Aktualisiert am 12. September 2026
Die meisten Camps und Kurse für Kinder werden von kleinen Anbietern geführt: einem Verein, einer Werkstatt, einer Reitschule, einer Person mit einer Idee. Ein Werbebudget gibt es selten. Das ist weniger schlimm, als es klingt, denn Eltern suchen Angebote für ihre Kinder nicht über Werbung, sondern über drei Wege: Sie fragen andere Eltern, sie schauen, was die Schule oder die Gemeinde weitergibt, und sie suchen im Internet nach «Ferien» plus Ort plus Aktivität. Auf allen drei Wegen kannst du auftauchen, ohne einen Franken für Anzeigen auszugeben.
In Verzeichnissen stehen, wo gesucht wird
Wer im Internet sucht, landet auf Verzeichnissen, weil sie viele Angebote an einem Ort zeigen. Ein Eintrag kostet dich eine Stunde und bringt dich dort hin, wo die Suche endet. Auf feriolo.ch sind die ersten hundert Anbieter ein Jahr lang gratis, und öffentliche Anbieter wie Gemeinden und Musikschulen zahlen nie etwas. Eltern melden sich direkt bei dir, es gibt keine Buchung und keine Provision. Was du dafür brauchst, ist eine Ausschreibung, die die wichtigsten Fragen beantwortet. Dazu gibt es eigene Artikel in der Übersicht der Ratgeber für Anbieter.
Auf den Ferienseiten des richtigen Kantons
Der Moment, in dem Eltern suchen, ist der Moment, in dem die Ferienplanung ansteht. Auf feriolo.ch sind Camps nach den Schulferien des Kantons sortiert. Ein Camp mit korrektem Datum erscheint auf den Seiten aller Kantone, die in dieser Woche Ferien haben. Das ist keine Marketingmassnahme, sondern Datenpflege: Datum und Ort richtig eintragen, und dein Angebot steht dort, wo es hingehört. Das gilt auch für die Listen nach Aktivität, etwa Waldkinder oder Programmieren, wo Eltern nach Themen stöbern.
Schule und Elternrat
Viele Schulen geben Informationen über Ferienangebote weiter, entweder über die Schulleitung, das Sekretariat oder den Elternrat. Frag höflich an, ob du ein Blatt oder einen Link einreichen darfst. Ein Elternrat sucht oft selbst nach Angeboten, die er empfehlen kann, und ist froh um eine kurze, sachliche Beschreibung. Wichtig ist der Ton: Du bietest Information, keine Werbung. Ein Blatt mit Aktivität, Alter, Datum, Ort, Preis und Anmeldung reicht. Glanzpapier nicht nötig.
Der Ferienpass der Gemeinde
Viele Gemeinden und Regionen haben einen Ferienpass. Ein Halbtag im Ferienpass bringt dir kaum Ertrag, aber er bringt dich in ein Programm, das viele Familien mit Kindern im Schulalter erhalten. Kinder, die dort einen guten Nachmittag bei dir hatten, erzählen davon, und Eltern erinnern sich an den Namen, wenn sie später ein Camp suchen. Melde dich beim Ferienpass-Team der Gemeinde, meist im Winter für den Sommer. Und schreib in deiner Ausschreibung dazu, dass du Ferienpass-Anbieter bist. Das ist ein Zeichen, das Eltern kennen.
Instagram mit Illustrationen statt Kinderfotos
Ein Kanal auf Instagram oder einer ähnlichen Plattform kostet nichts ausser Zeit. Das Problem: Die wirksamsten Bilder wären die mit Kindern, und genau die kannst du ohne Einwilligung nicht verwenden. Die Lösung sind Illustrationen und Bilder ohne Gesichter: eine einfache Zeichnung deiner Aktivität, das Material auf dem Tisch, der Ort am Morgen, ein Zitat eines Kindes als Text auf farbigem Grund. Solche Beiträge sind schnell gemacht und lassen sich wiederverwenden. Poste, wenn ein Camp online geht, wenn die Anmeldefrist naht und wenn eine Woche vorbei ist. Mehr braucht es nicht. Was bei Bildern von Kindern gilt, steht im Ratgeber zu Fotos von Kindern.
Kolleginnen und Kollegen einladen
Anbieter kennen andere Anbieter: die Reitschule kennt den Bauernhof, die Zirkusschule kennt die Tanzlehrerin. Wenn du jemanden auf feriolo.ch einlädst und die Person ein Angebot einträgt, erhältst du eine Gutschrift auf deinen eigenen Eintrag. Das ist die einfachste Art, deine Kosten tief zu halten, und gleichzeitig wird das Verzeichnis für Eltern in deiner Region vollständiger, was auch dir hilft. Denn Eltern kommen dorthin zurück, wo sie beim letzten Mal fündig wurden.
Weitersagen leicht machen
Die Empfehlung von Eltern zu Eltern ist der stärkste Weg. Du kannst ihn unterstützen: ein Link, der sich im Familienchat teilen lässt, ein Satz am Ende des Camps, dass Anmeldungen für die nächste Woche offen sind, ein Geschwisterrabatt, der Familien einen Grund gibt, es weiterzusagen. Eltern, die zufrieden waren, wollen helfen. Sie brauchen nur etwas, das sie weitergeben können.
Kurz-Checkliste
- Eintrag in mindestens einem Verzeichnis, mit vollständigen Angaben.
- Camps mit korrektem Datum, damit sie auf den richtigen Ferienseiten stehen.
- Anfrage bei Schule oder Elternrat mit einem sachlichen Blatt.
- Anmeldung beim Ferienpass der Gemeinde.
- Ein Kanal mit Illustrationen, drei Beiträge pro Camp.
- Kolleginnen eingeladen, Gutschrift genutzt.
- Ein Link, den Eltern weiterschicken können.
Wenn du anfangen willst: Trag dein Angebot auf feriolo.ch ein. Weitere Fragen zu Kosten und Einladungen beantwortet die Seite mit den Fragen von Anbietern.