Betreuungsschlüssel und Team: was Eltern fragen und was du antworten kannst
Wie du dein Team zusammensetzt, welche Ausbildungen zählen, was ein Strafregisterauszug bringt und wie du das alles in der Ausschreibung sagst, ohne zu prahlen.
Aktualisiert am 12. September 2026
Die erste Frage von Eltern, die ein Camp buchen, lautet fast nie «Was macht ihr?». Sie lautet «Wer passt auf mein Kind auf?». Wer diese Frage in der Ausschreibung schon beantwortet, gewinnt Vertrauen, bevor das erste Gespräch beginnt. Hier steht, was Eltern wissen wollen und wie du es sagst.
Wie viele Kinder pro Leitende
Nenne die Zahl. «Eine Leitende auf acht Kinder» ist eine Angabe, mit der Eltern etwas anfangen können. «Genügend Betreuung» ist keine. Wie viele Kinder eine Person begleiten kann, hängt vom Alter, von der Aktivität und vom Ort ab. Am Wasser, beim Klettern und mit Kindergartenkindern brauchst du deutlich mehr Erwachsene als bei einem Bastelnachmittag mit Zehnjährigen. Orientiere dich an den Vorgaben von Jugend und Sport für deine Sportart und an dem, was der Verband deiner Disziplin empfiehlt, und schreib hin, was bei dir gilt.
Wer im Team ist
Eltern wollen keine Lebensläufe, aber sie wollen wissen, wer die Gruppe führt. Eine Hauptleitung mit Namen und einem Satz zur Erfahrung reicht: «Leitung: Sara, Primarlehrerin, seit sechs Jahren Lagerleiterin». Bei Hilfsleitenden genügen die Zahl und das Alter. Wenn Jugendliche im Team sind, sag es. Viele Eltern finden das gut, solange klar ist, dass eine erwachsene Person die Verantwortung trägt.
Ausbildungen, die zählen
Nenne Ausbildungen, die für dein Angebot relevant sind: eine Anerkennung von Jugend und Sport, eine Leiterausbildung eines Jugendverbands, eine pädagogische Grundausbildung, ein aktueller Nothelferkurs. Am Wasser ist ein Rettungsschwimmbrevet Pflicht, beim Klettern eine entsprechende Ausbildung. Schreib nur hin, was du belegen kannst. Eine Ausbildung, die im Camp nicht gebraucht wird, lässt du weg. Weitere Angaben, die in jede Ausschreibung gehören, findest du im Ratgeber Sicherheitsangaben.
Strafregisterauszug
Immer mehr Eltern fragen danach, und immer mehr Organisationen verlangen ihn von allen Leitenden: den Sonderprivatauszug aus dem Strafregister, der zeigt, ob jemand ein Verbot hat, mit Kindern zu arbeiten. Er ist für ehrenamtliche Tätigkeiten mit Kindern kostenlos erhältlich. Wenn dein ganzes Team ihn vorlegt, sag das in der Ausschreibung. Ein Satz genügt: «Alle Leitenden legen den Sonderprivatauszug vor». Das ist kein Misstrauen gegenüber deinem Team, sondern ein Standard, den Eltern zu Recht erwarten.
Wie du es schreibst
Ein eigener Absatz mit dem Titel «Betreuung» oder «Team» in der Ausschreibung reicht. Drei bis fünf Sätze: Schlüssel, Leitung, Ausbildung, Auszug, Notfallkonzept. Kein Marketing, keine Superlative. Eltern lesen diesen Absatz zuerst und entscheiden danach, ob sie weiterlesen. Auf feriolo.ch gehören diese Angaben ins Feld für Sicherheitsangaben deines Angebots, damit sie in der Vorschau sichtbar sind. Dein Camp trägst du unter Eintragen ein.
Wenn etwas fehlt
Wenn du beim Lesen merkst, dass dein Team einen Punkt noch nicht erfüllt, ist das eine Aufgabe für die nächste Saison, kein Grund zum Verschweigen. Eltern merken, wenn eine Ausschreibung um etwas herumschreibt. Sag ehrlich, was gilt, und ergänze, was du vorhast. Die Regeln, an die sich alle Anbieterinnen auf feriolo.ch halten, stehen in den Richtlinien.