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Sicherheitsangaben, die Eltern lesen wollen

Leiterausbildung, Erste Hilfe, Betreuungsschlüssel als Zahl, Notfallnummer, Versicherung und Allergien: welche Angaben Eltern beruhigen und wie du sie ehrlich formulierst.

Aktualisiert am 12. September 2026

Eltern geben ihr Kind für eine Woche in fremde Hände. Bevor sie das tun, stellen sie sich Fragen, die sie selten laut aussprechen: Wer passt auf? Was passiert, wenn etwas schiefgeht? Wer ruft mich an? Eine Ausschreibung, die diese Fragen beantwortet, bevor sie gestellt werden, nimmt eine Hürde weg, die viele andere Angebote stehen lassen. Dieser Artikel zeigt, welche Angaben das sind und wie du sie formulierst, ohne mehr zu versprechen, als du halten kannst.

Wer leitet, und was hat die Person gelernt

Die wichtigste Angabe ist die Ausbildung der Leitung. Nenne sie konkret: J+S-Leiterin in der entsprechenden Sportart, Ausbildung in offener Jugendarbeit, pädagogische Grundausbildung, Fachausbildung im Handwerk oder in der Musik. Wenn deine Leitungspersonen unterschiedlich ausgebildet sind, nenne die Hauptleitung mit Ausbildung und sag, wie die Hilfsleitungen begleitet werden. Ein Satz wie «Alle Leitenden sind erfahren» sagt Eltern nichts. «Hauptleitung mit J+S-Ausbildung Kindersport, zwei Hilfsleitende ab 18 Jahren» sagt ihnen alles.

Erste Hilfe

Sag, wer im Camp Erste Hilfe leisten kann und wann der Kurs zuletzt aufgefrischt wurde. Nenne auch, ob eine Apotheke vor Ort ist und wie weit der nächste Arzt oder das nächste Spital entfernt ist, wenn ihr abgelegen seid. Bei Aktivitäten im Wasser oder in der Höhe erwarten Eltern eine entsprechende Rettungsausbildung. Wenn du sie hast, schreib sie hin. Wenn nicht, schreib, wie ihr das Risiko anders handhabt.

Betreuungsschlüssel als Zahl

«Kleine Gruppen» ist eine Behauptung, «eine Leitungsperson auf sechs Kinder» ist eine Angabe. Schreib den Schlüssel als Zahl und erkläre, wenn er sich je nach Aktivität ändert, etwa beim Klettern oder beim Baden. Eltern vergleichen diese Zahl zwischen Angeboten. Sie ist oft das Argument, das einen etwas höheren Preis erklärt. Wie der Schlüssel in deine Kostenrechnung gehört, steht im Ratgeber zu Preisen für Camps und Kurse in der Übersicht der Ratgeber für Anbieter.

Notfallnummer und Erreichbarkeit

Eltern wollen wissen, wie sie euch während des Camps erreichen und wie ihr sie erreicht. Nenne eine Nummer, die während der Betreuungszeit immer besetzt ist, und sag, wer abnimmt. Frag umgekehrt bei der Anmeldung nach zwei Notfallnummern der Familie, falls die erste nicht erreichbar ist. Diese Angaben gehören in die Bestätigung und in die Erinnerung vor Beginn, nicht nur in die Ausschreibung.

Versicherung: was gilt und was nicht

Schreib klar, was versichert ist. In der Schweiz sind Kinder in der Regel über die Krankenkasse der Familie gegen Unfall versichert, und der Anbieter hat eine Haftpflicht für Schäden, die er verursacht. Sag genau das: «Unfallversicherung ist Sache der Teilnehmenden, Haftpflicht des Anbieters vorhanden.» Wenn du eine zusätzliche Deckung hast, nenne sie. Was du vermeiden solltest: das Wort «versichert» ohne Erklärung, weil Eltern darunter oft etwas anderes verstehen als du.

Allergien und Besonderheiten abfragen

Frag bei der Anmeldung aktiv nach: Allergien, Unverträglichkeiten, Medikamente, Ängste, Schwimmfähigkeit, Besonderheiten im Verhalten. Ein Freitextfeld reicht, aber es muss da sein. Eltern nehmen ein Angebot ernster, das diese Fragen stellt, weil es zeigt, dass ihr mit den Antworten arbeitet. Sag auch, wie ihr damit umgeht: wer die Liste kennt, wo Medikamente aufbewahrt werden, ob das Mittagessen Alternativen bietet.

Als «Angabe des Anbieters» gekennzeichnet

Auf feriolo.ch erscheinen Sicherheitsangaben als Angaben des Anbieters. Sie werden nicht geprüft und nicht bestätigt. Das ist ehrlich gegenüber Eltern, und es heisst für dich: Was du schreibst, musst du halten können. Schreib darum nur hin, was heute zutrifft, und aktualisiere die Angaben, wenn eine Leiterin wechselt oder ein Kurs abläuft. Übertreibungen fallen spätestens am ersten Camptag auf und kosten mehr Vertrauen, als sie vorher gebracht haben. Die Richtlinien verlangen, dass Angaben zutreffen und nicht täuschen.

Nicht alles muss in die Ausschreibung

Die Ausschreibung nennt die Kernangaben: Ausbildung der Leitung, Erste Hilfe, Betreuungsschlüssel, Versicherung in einem Satz. Die Details, also Notfallnummern, Ablauf bei Unfall, Medikamente, gehören in ein kurzes Informationsblatt, das du mit der Bestätigung schickst. So bleibt die Ausschreibung lesbar, und Eltern haben trotzdem alles.

Kurz-Checkliste

  • Ausbildung der Hauptleitung ist konkret genannt.
  • Erste Hilfe: wer, und wann zuletzt aufgefrischt.
  • Betreuungsschlüssel steht als Zahl.
  • Notfallnummer für Eltern, zwei Nummern von den Eltern.
  • Versicherung in einem klaren Satz.
  • Allergien und Besonderheiten werden bei der Anmeldung abgefragt.
  • Alle Angaben stimmen heute und werden nachgeführt.

Weitere Fragen rund um Einträge beantwortet die Seite mit den Fragen von Anbietern. Wenn deine Angaben bereit sind: Trag dein Angebot auf feriolo.ch ein.

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