Zum Inhalt springen
feriolo

Die Schnupperlektion: wie sie zu Anmeldungen führt

Warum eine gute Schnupperlektion anders aufgebaut ist als eine normale Lektion, wie du Eltern einbeziehst und wie du danach nachfasst, ohne zu drängen.

Aktualisiert am 12. September 2026

Die Schnupperlektion ist für viele Anbieterinnen ein notwendiges Übel: Ein fremdes Kind in der Gruppe, die Eltern am Rand, und am Ende oft keine Rückmeldung. Dabei ist sie das wirksamste Werbemittel, das du hast. Ein Kind, das nach der Schnupperlektion nach Hause geht und beim Abendessen davon erzählt, verkauft deinen Kurs besser als jede Anzeige. Die Frage ist nur, wie die Lektion aufgebaut sein muss, damit das passiert.

Ein Erfolg in der ersten Stunde

Eine normale Lektion baut auf der letzten auf. Eine Schnupperlektion muss in sich abgeschlossen sein und dem Kind ein Erlebnis geben, das es nach Hause trägt: der erste Ton auf der Trompete, die erste Rolle vorwärts, der erste Wurf, der trifft, ein Stück Ton, das nun einen Namen hat. Plane diesen Moment bewusst ein, am besten in der zweiten Hälfte, damit das Kind mit ihm hinausgeht. Der Rest der Lektion ist Rahmen.

Das Kind ankommen lassen

Ein neues Kind in einer bestehenden Gruppe braucht fünf Minuten, in denen jemand nur für es da ist. Nenne es beim Namen, zeig ihm den Raum, gib ihm eine Aufgabe, die es sicher kann. Wenn möglich, gib ihm ein Kind aus der Gruppe als Gotte oder Götti für die Stunde. Kinder, die sich bei der Ankunft verloren fühlen, erinnern sich später nur daran.

Die Eltern

Eltern beim Schnuppern sind Beobachter, keine Kunden. Sag ihnen am Anfang kurz, wo sie sitzen können und was sie sehen werden. Nach der Lektion nimm dir drei Minuten. Sag, was du beim Kind gesehen hast, konkret und ehrlich: «Sie hat sich beim Balancieren viel zugetraut, beim Hören auf Anweisungen brauchte sie zweimal Hilfe. Das ist normal für das Alter.» Dann nenne den nächsten Schritt: den Kurs, den Termin, den Preis, die Frist. Nicht mehr. Eltern entscheiden zu Hause, nicht in der Garderobe. Wie du Preise fair und klar nennst, steht im Ratgeber Preise für Camps und Kurse.

Der Weg zur Schnupperlektion

Mach das Schnuppern leicht. Ein fester Schnuppertermin pro Monat ist einfacher zu organisieren als Einzeltermine und wirkt für Eltern verbindlicher. Schreib in deiner Ausschreibung klar, ob das Schnuppern gratis ist, wie man sich anmeldet und was das Kind mitbringen soll. Auf feriolo.ch kannst du bei jedem Kurs angeben, ob es eine Schnupperlektion gibt, und Eltern können danach filtern. Dein Angebot trägst du unter Eintragen ein.

Nachfassen, ohne zu drängen

Zwei bis drei Tage nach dem Schnuppern schreibst du den Eltern eine kurze Nachricht: ein Satz Dank, ein Satz zum Kind, ein Satz mit dem Link zur Anmeldung und der Frist. Wenn keine Antwort kommt, ist das eine Antwort. Ein zweites Nachfassen nach zwei Wochen ist in Ordnung, ein drittes nicht. Eltern, die nicht buchen, haben meist einen Grund, der nichts mit dir zu tun hat: die Woche ist voll, das Budget ist knapp, das Kind hat sich für etwas anderes entschieden. Was Eltern beim Kurs-Einstieg beschäftigt, steht im Ratgeber Der erste Kurs.

Wann Schnuppern nicht passt

Bei Camps und Lagern ist Schnuppern schwierig, weil das Erlebnis erst über die Woche entsteht. Hier ersetzen Fotos, ein kurzer Tagesablauf und ein Elternabend oder ein Infoanruf die Schnupperlektion. Für Geburtstage gilt dasselbe. Dort zählt die Ausschreibung, und wie sie aussieht, steht im Ratgeber Geburtstag als Angebot.

Weitere Ratgeber