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Schneesportlager: ab wann, was es braucht, was es kostet

Ab welchem Alter ein Ski- oder Snowboardlager passt, was ein Kind schon können sollte, wie ihr Ausrüstung mietet statt kauft und worauf du bei Preis und Versicherung achtest.

Aktualisiert am 12. September 2026

Das Skilager ist für viele Kinder das erste Camp mit Übernachtung, und für viele Eltern das erste, bei dem sie sich fragen, ob das Kind schon so weit ist. Skilager gibt es in den Weihnachts- und Sportferien, seltener in den Frühlingsferien, von Sportämtern, Vereinen, Skischulen und privaten Anbietern. Hier ist, was du vor der Anmeldung wissen solltest.

Ab welchem Alter

Tagesskikurse gibt es ab dem Kindergartenalter. Ein Lager mit Übernachtung setzt mehr voraus: Das Kind muss sich fünf Tage lang in einer Gruppe zurechtfinden, morgens selbst in die Ausrüstung kommen und einen ganzen Tag draussen durchhalten. Die meisten Anbieter nehmen Kinder ab etwa acht Jahren, viele Sportämter ab der Mittelstufe. Für jüngere Kinder passt ein Tagescamp in der Nähe oder eine Skiwoche mit der Familie besser. Wie du die Lagerreife einschätzt, steht in Das erste Camp ohne Eltern.

Was das Kind können sollte

Lies die Ausschreibung genau. «Für Anfängerinnen und Anfänger» heisst, dass das Kind kaum oder noch nie auf Skiern stand und die Leitenden darauf eingerichtet sind. «Fortgeschrittene» heisst meist: sicher auf blauen und roten Pisten, Lift und Sessellift allein. Manche Lager nehmen ausdrücklich keine Anfänger, weil die Gruppe gemeinsam unterwegs ist. Ein Kind, das zu hoch eingestuft wird, hat eine schlechte Woche; ein Kind, das zu tief eingestuft wird, langweilt sich. Im Zweifel frag den Anbieter, welche Gruppe passt.

Ausrüstung: mieten statt kaufen

Kinder wachsen schneller als Skier alt werden. Für ein einzelnes Lager lohnt sich Mieten fast immer: Ski oder Snowboard, Schuhe und Stöcke gibt es im Sportgeschäft oder direkt im Skiort für eine Woche, oft als Kinderset. Viele Anbieter organisieren die Miete gleich mit; frag danach. Ein Helm ist in praktisch allen Lagern Pflicht und gehört zu den Dingen, die du eher kaufst, weil er passen muss. Dazu kommen Skibrille, wasserdichte Handschuhe, Skisocken, Unterwäsche zum Wechseln und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Die Grundausrüstung fürs Lager steht in der Packliste fürs Lager; die Winterliste des Anbieters geht vor.

Was es kostet

Ein Schneesportlager der Sportämter oder eines Vereins kostet dank Beiträgen von Jugend+Sport und der Kantone oft deutlich weniger als ein privates Lager. Skipass, Unterkunft, Verpflegung und Betreuung sind meist inbegriffen, die Mietausrüstung und das Taschengeld nicht. Vergleiche, was im Preis steckt, bevor du zwei Angebote nebeneinander legst; die Übersichten der Sportämter findest du im Ratgeber Sportcamps der Kantone. Familien mit kleinem Budget erhalten bei manchen Anbietern Ermässigungen, etwa mit der KulturLegi von Caritas.

Versicherung und Sicherheit

Unfälle beim Skifahren sind bei Kindern über die Krankenkasse gedeckt; der Unfall ist in der Grundversicherung normalerweise eingeschlossen. Rettungs- und Transportkosten im Gelände sind darüber nur teilweise gedeckt. Eine Rega-Gönnerschaft kann bei einem Einsatz der Rega die Kosten übernehmen, ein Anspruch besteht aber nicht; verlässlicher schliesst eine Zusatzversicherung die Lücke. Frag den Anbieter, wie das Leiterteam ausgebildet ist, wie gross die Gruppen sind und wie ein verletztes Kind betreut wird. Was ein seriöser Anbieter dazu von sich aus angibt, steht in Sicherheitsangaben lesen.

Wann anmelden

Schneesportlager in den Sportferien sind oft schon im Herbst voll, die kantonalen Camps zum Teil am Tag der Ausschreibung. Trag dir den Anmeldestart ein, sobald er bekannt ist. Auf feriolo.ch findest du die Sportferien deines Kantons unter Schulferien und alle Angebote im Schnee unter Sport und Bewegung.

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