Eine Kursserie planen, die durch das Semester trägt
Semesterstart, Lektionenzahl, Schulferien überspringen, Einstieg jederzeit oder feste Serie, Plätze, Warteliste und Verlängerung: wie du eine Kursserie für Kinder aufsetzt.
Aktualisiert am 12. September 2026
Ein Kurs für Kinder, der wöchentlich stattfindet, lebt vom Rhythmus. Kinder gewöhnen sich an den Tag, Eltern bauen ihn in die Woche ein, und die Gruppe wächst zusammen. Damit das klappt, muss die Serie zum Schuljahr passen. Wer im Oktober startet und die Herbstferien nicht berücksichtigt, verliert in der zweiten Woche die halbe Gruppe. Dieser Artikel zeigt, wie du eine Kursserie so planst, dass sie zum Alltag der Familien passt.
Am Semesterstart beginnen
Familien planen ihre Woche mit dem Stundenplan. Der wird zweimal im Jahr neu verteilt: nach den Sommerferien und nach den Sportferien oder zum Semesterwechsel im Januar oder Februar, je nach Kanton. Wenn deine Serie in einer dieser Wochen beginnt, trifft sie auf Eltern, die gerade entscheiden, was ihr Kind in diesem Halbjahr macht. Ein Start mitten im Semester ist möglich, aber dann sind die Nachmittage vieler Kinder schon vergeben.
Nenne das Startdatum in der Ausschreibung als Datum, mit Wochentag und Uhrzeit. «Ab 26. Oktober, jeweils Mittwoch 14 bis 15 Uhr» lässt sich in eine Agenda eintragen. «Start im Herbst» nicht.
Die Lektionenzahl festlegen
Zähle die Wochen vom Start bis zum Semesterende und zieh die Ferienwochen ab. Das ergibt deine Lektionenzahl, und die gehört in die Ausschreibung: «12 Lektionen à 60 Minuten». Eltern rechnen damit den Preis pro Lektion aus und vergleichen. Eine Serie mit klarer Lektionenzahl wirkt verlässlicher als ein Abo mit unbestimmter Laufzeit.
Wenn du in mehreren Kantonen Kinder hast, etwa in einer Grenzregion, prüfe die Ferien beider Kantone. Sonst fehlt jede zweite Woche ein Teil der Gruppe.
Schulferien überspringen
In den Schulferien findet dein Kurs nicht statt, ausser du bietest ausdrücklich ein Ferienprogramm an. Das ist keine Einschränkung, sondern Erwartung: Familien sind weg oder haben andere Pläne. Schreib in die Ausschreibung: «In den Schulferien des Kantons keine Lektionen.» Auf feriolo.ch ist dein Kurs mit dem Kanton verknüpft, so dass Eltern wissen, welche Ferien gemeint sind. Nenne auch, was mit Feiertagen passiert, die auf deinen Kurstag fallen, ob die Lektion ausfällt, verschoben oder nachgeholt wird.
Einstieg jederzeit oder feste Serie
Es gibt zwei Modelle, und beide haben ihren Platz:
Feste Serie: Alle starten gleichzeitig, die Gruppe bleibt über das Semester zusammen, der Inhalt baut aufeinander auf. Das passt zu Kursen mit Fortschritt, etwa Instrument, Schwimmen, Theater mit Aufführung. Vorteil: Klarheit, eine Anmeldefrist, eine Rechnung. Nachteil: Wer die Frist verpasst, wartet ein halbes Jahr.
Einstieg jederzeit: Kinder kommen dazu, wenn ein Platz frei ist, und zahlen bis Semesterende. Das passt zu Kursen ohne festen Lehrgang, etwa Polysport, Waldgruppe, offenes Atelier. Vorteil: Plätze bleiben nicht leer. Nachteil: Die Gruppe verändert sich, und Eltern schieben die Entscheidung auf.
Wenn du unsicher bist, nimm die feste Serie mit einem Zusatz: «Einstieg in den ersten drei Wochen möglich.» Damit hast du die Klarheit einer Serie und trotzdem eine offene Tür.
Plätze und Warteliste
Lege die Plätze nach Raum, Material und Betreuung fest und schreib die Zahl hin. Ist der Kurs voll, führe eine Warteliste in der Reihenfolge des Eingangs und sag den Eltern, wo sie stehen. Eine Warteliste mit mehreren Namen ist ein Signal, eine zweite Gruppe am gleichen Tag oder einen zweiten Tag zu öffnen. Wie du Fristen, Bestätigungen und Nachrücken organisierst, steht im Ratgeber zu Anmeldefristen und Wartelisten in der Übersicht der Ratgeber für Anbieter.
Verlängerung ins nächste Semester
Der einfachste Weg zu einer vollen Gruppe im Frühling ist die Gruppe vom Herbst. Frag etwa vier Wochen vor Semesterende, wer weitermacht, mit einer kurzen Antwortfrist. Wer zusagt, behält den Platz. Die freien Plätze schreibst du dann aus. Eine automatische Verlängerung ohne Rückfrage solltest du vermeiden: Sie erspart dir Arbeit, führt aber zu Diskussionen über Rechnungen, die niemand wollte. Eine kurze Nachricht mit «Ja, weiter» oder «Nein, danke» ist für alle einfacher.
Auf feriolo.ch eintragen
Ein Kurs erscheint auf feriolo.ch in der Liste seiner Aktivität, etwa Instrument lernen oder Turnen, und in der Region, in der er stattfindet. Trag Startdatum, Wochentag, Uhrzeit, Lektionenzahl, Alter, Preis, Plätze und den Anmeldelink ein. Ist eine Probelektion gratis, markiere das, denn danach wird gesucht. Nach dem Gratisjahr kostet ein Kurs einen Franken pro Monat, und du kannst ihn jederzeit pausieren, wenn er voll ist.
Kurz-Checkliste
- Start am Semesterbeginn, mit Datum, Wochentag und Uhrzeit.
- Lektionenzahl gezählt, Ferienwochen abgezogen.
- Schulferien und Feiertage sind geregelt und stehen in der Ausschreibung.
- Modell gewählt: feste Serie, Einstieg jederzeit oder Serie mit Einstiegsfenster.
- Plätze als Zahl, Warteliste geordnet.
- Verlängerung mit Rückfrage etwa vier Wochen vor Semesterende.
Wenn deine Serie steht: Trag deinen Kurs auf feriolo.ch ein.