Sommerferien planen: ein Zeitplan von Januar bis Juli
Wann die beliebten Camps voll sind, wie ihr fünf oder sechs Ferienwochen sinnvoll aufteilt und welche Reihenfolge beim Buchen Geld und Nerven spart.
Aktualisiert am 12. September 2026
Die Sommerferien sind die längsten des Jahres und die einzigen, in denen fast alle Familien gleichzeitig planen. Wer im Juni anfängt, findet noch Plätze, aber selten die, die er wollte. Wer im Januar eine Stunde investiert, hat im Juli Ruhe. Hier ist ein Zeitplan, der sich bewährt hat.
Januar: das Gerüst
Nimm den Ferienkalender deines Kantons zur Hand. Auf feriolo.ch findest du die Daten unter Schulferien, mit Hinweis, wenn deine Stadt abweicht. Trag die Wochen in den Familienkalender ein. Dann klärt ihr, wer wann frei nehmen kann, welche Woche die Grosseltern übernehmen und ob eine Reise geplant ist. Was übrig bleibt, sind die Wochen, für die ihr eine Lösung braucht. Meistens sind es zwei bis drei.
Februar und März: die Wunschliste
Frag dein Kind, was es im Sommer gern machen würde, und schau die Camps für diese Wochen an. Viele Anbieterinnen veröffentlichen ihr Sommerprogramm im Februar oder März, und die beliebten Wochen mit Wasser, Pferden oder Zirkus sind oft innerhalb weniger Tage voll. Setz dein Kind bei zwei oder drei Camps auf die Liste, sobald die Anmeldung offen ist. Was du zu Fristen und Wartelisten wissen musst, steht im Ratgeber Anmeldefristen und Wartelisten.
Wenn ihr auf das Budget achten müsst, ist jetzt auch der Moment für den Ferienpass der Gemeinde und für Angebote mit Subventionen. Beides findest du im Ratgeber Subventionen für Ferienbetreuung.
April: den Mix prüfen
Schau die Wochen nun als Ganzes an. Ein guter Sommer hat Abwechslung: eine Woche Bewegung, eine Woche etwas Ruhiges, eine Woche Freunde, eine Woche nichts. Kinder, die sechs Wochen lang jeden Tag Programm haben, kommen erschöpft in die Schule. Kinder, die sechs Wochen lang nichts haben, langweilen sich ab der dritten. Zwei bis drei Camps und dazwischen freie Tage sind für die meisten Familien ein gutes Mass.
Prüfe auch die Logistik. Zwei Camps in derselben Woche für zwei Kinder an zwei Orten mit verschiedenen Zeiten funktionieren auf dem Papier, aber selten im Alltag. Camps, die Geschwister gemeinsam nehmen, findest du unter Geschwister gemeinsam.
Mai: Lücken schliessen
Jetzt kommen die Absagen von Wartelisten und die Zusagen. Wo eine Woche offen bleibt, findest du in der Regel noch Plätze in Tagescamps mit gemischtem Programm, bei Turnvereinen und in Waldangeboten. Diese Angebote sind oft weniger bekannt und darum später voll. Suche nach der Ferienwoche auf der Seite deines Kantons, dort stehen alle Camps, die mindestens drei Tage in diese Woche fallen.
Juni: das Feine
Packlisten, Elterninfos, Fahrpläne, Notfallblatt. Lies die Unterlagen der Anbieterinnen jetzt und nicht am Abend vor dem Start. Wenn dein Kind zum ersten Mal ohne euch geht, findest du Tipps im Ratgeber Das erste Camp ohne Eltern.
Juli: loslassen
Der Plan steht. Jetzt darf er auch ein wenig brechen. Ein Camp fällt aus, ein Kind wird krank, das Wetter macht etwas anderes als gedacht. Was ihr im Januar geordnet habt, gibt euch die Ruhe, das auszuhalten.