Herbstferien: Camp, Ferienpass oder Tage zu Hause?
Warum die Herbstferien anders ticken als der Sommer, welche Angebote in zwei oder drei Wochen passen und wie du Betreuung, Erholung und Wetter unter einen Hut bringst.
Aktualisiert am 12. September 2026
Die Herbstferien sind für viele Familien die entspanntesten Ferien des Jahres: Das Schuljahr ist erst ein paar Wochen alt, der Druck ist klein, und draussen ist es oft noch mild. Gleichzeitig sind sie kurz. In den meisten Kantonen dauern sie zwei Wochen, in einigen drei, in Genf und im Tessin nur eine, und die Daten liegen zwischen Ende September und Ende Oktober. Wer sie gut nutzen will, plant anders als im Sommer.
Was die Herbstferien besonders macht
Im Sommer teilen sich Familien fünf oder sechs Wochen auf und buchen Camps mit Übernachtung. Im Herbst reicht die Zeit meist für ein einziges Angebot pro Kind, dazu ein paar freie Tage. Viele Anbieter setzen darum auf Tagescamps von Montag bis Freitag, auf Kurse mit vier oder fünf Halbtagen oder auf einzelne Workshops. Camps mit Übernachtung gibt es auch, vor allem in den Bergen und für ältere Kinder, aber die Auswahl ist kleiner als im Sommer.
Das Wetter ist das grosse Fragezeichen. Ein Oktober kann golden sein oder zwei Wochen Regen bringen. Anbieter mit Erfahrung haben ein Schlechtwetterprogramm; frag danach, bevor du ein Camp buchst, das ganz im Freien stattfindet.
Drei Wege durch die Herbstferien
Ein Tagescamp in der ersten Woche, freie Tage in der zweiten. Das Kind hat Programm, solange die Eltern arbeiten, und danach Zeit, um zu Hause zur Ruhe zu kommen. Viele Familien legen ihre eigenen Ferientage in die zweite Woche, weil dann auch die Grosseltern und die Freunde verfügbar sind.
Der Ferienpass. Wo es einen Herbst-Ferienpass gibt, ist er meist die günstigste Variante: einzelne Kurse und Ausflüge, die das Kind selbst auswählt, verteilt über die ganzen Ferien. Er eignet sich für Kinder ab dem Schulalter, die schon gern allein unterwegs sind. Wie er funktioniert, steht im Ratgeber Ferienpass erklärt.
Ein Kurs, der in den Ferien beginnt. Manche Musik-, Sport- und Kreativkurse starten mit einer Intensivwoche in den Herbstferien und laufen dann im Wochenrhythmus weiter. Das ist eine gute Gelegenheit, ein neues Hobby auszuprobieren, ohne im Schulalltag Zeit dafür freizuschaufeln.
Was zum Alter passt
Kinder im Kindergartenalter brauchen in den Herbstferien vor allem Ruhe; die ersten Wochen Kindergarten sind anstrengend. Ein Halbtagesangebot mit viel Bewegung draussen ist genug. Unterstufenkinder mögen Tagescamps mit einem Thema: Wald, Zirkus, Kochen, ein Sport. Ab der Mittelstufe wird das erste Camp mit Übernachtung realistisch, oft ein Reit-, Kletter- oder Sportlager von vier oder fünf Tagen. Wie du dein Kind darauf vorbereitest, liest du in Das erste Camp ohne Eltern.
Wann buchen
Herbstcamps füllen sich später als Sommercamps, aber nicht beliebig spät. Die kantonalen Sportcamps und beliebte Tagescamps in den Städten sind oft schon vor den Sommerferien voll. Wer im August bucht, hat meist noch Auswahl; wer in der ersten Schulwoche bucht, findet oft nur noch Restplätze. Auf feriolo.ch findest du die Herbstferien deines Kantons unter Schulferien, und dort die Camps, die in diesen Wochen stattfinden. Wie die Daten pro Kanton liegen und wo Städte abweichen, steht auf jeder Kantonsseite.
Betreuung, wenn beide Eltern arbeiten
Zwei Wochen Ferien sind für Berufstätige schnell eine Lücke. Viele Gemeinden bieten in den Herbstferien eine Ferienbetreuung an, meist über die Tagesstrukturen der Schule. Sie ist oft günstiger als ein privates Camp, muss aber früh angemeldet werden. Wie du Betreuung und Camps kombinierst und welche Beiträge es gibt, steht in Ferienbetreuung organisieren.