Ferienbetreuung organisieren: so klappt das Jahr
Dreizehn Wochen Schulferien und zwei berufstätige Eltern: wie du Camps, Ferienpass und Familie zu einem Plan zusammensetzt.
Aktualisiert am 12. September 2026
Die Schule hat rund dreizehn Wochen Ferien im Jahr, die meisten Eltern deutlich weniger. Wer diese Lücke nicht jedes Mal in der Woche davor schliessen will, plant sie einmal im Jahr durch. Das klingt nach viel Aufwand, ist aber vor allem eine Frage der Reihenfolge: zuerst die Ferienwochen aufschreiben, dann die Bausteine verteilen, dann anmelden.
Schritt 1: Die Ferienwochen deines Kantons aufschreiben
Die Schulferien sind kantonal geregelt und weichen teilweise sogar von Gemeinde zu Gemeinde ab. Hol dir den Ferienplan deiner Schule und trag alle Wochen in einen Jahreskalender ein: Herbst, Weihnachten, Sport, Frühling, Sommer, dazu die einzelnen Brückentage. Erst wenn alles sichtbar ist, siehst du, wo es eng wird.
Schritt 2: Die Bausteine kennen
Für jede Ferienwoche gibt es im Grunde fünf Möglichkeiten, die du kombinieren kannst.
- Eigene Ferien. Die Wochen, in denen ihr als Familie verreist oder zu Hause seid. Sie kommen zuerst in den Kalender.
- Tagescamp. Eine Woche mit Programm von morgens bis nachmittags, meist mit Mittagessen. Camps gibt es in fast allen Richtungen, von Sport über Kreatives bis zu Technik. Angebote mit ganztägiger Betreuung findest du unter Ganztags mit Mittagessen.
- Ferienpass. Einzelne Halbtage oder Tage mit Aktivitäten, organisiert von Gemeinde oder Verein, meist günstig. Deckt selten die ganze Woche, ist aber ideal als Ergänzung.
- Grosseltern, Verwandte, andere Familien. Oft der wichtigste Baustein. Sprich früh ab, welche Wochen realistisch sind, und frag befreundete Familien, ob ihr euch abwechseln wollt.
- Tagesstruktur der Schule. Viele Gemeinden bieten in den Ferien eine Betreuung über den Hort oder die Tagesschule an, manchmal nur in einzelnen Wochen. Frag bei der Schulverwaltung nach.
Schritt 3: Rhythmus pro Ferienart
Nicht jede Ferienart braucht dieselbe Lösung.
Herbstferien. Meist zwei Wochen, oft die erste Hürde nach dem Schulstart. Eine Woche Camp, eine Woche Familie oder Grosseltern ist ein häufiges Muster.
Weihnachtsferien. Kurz, viele Feiertage, viele Eltern haben selbst frei. Camps gibt es hier weniger, dafür sind Ferienpass und Familie meist einfach zu organisieren.
Sportferien. Eine oder zwei Wochen, je nach Kanton. Skilager, Schneesportcamps und Hallenangebote sind hier gefragt und früh ausgebucht.
Frühlingsferien. Meist zwei Wochen, oft mit Ostern. Wetterabhängig, darum sind Angebote mit einer Alternative für drinnen praktisch.
Sommerferien. Fünf bis sechs Wochen, die grosse Rechenaufgabe. Hier lohnt sich ein Wochenplan: Familienferien, ein oder zwei Camps, eine Ferienpass-Woche, Grosseltern. Viele Kinder mögen nicht sechs Wochen am Stück Programm; eine ruhige Woche zu Hause gehört dazu, wenn sie möglich ist.
Schritt 4: Anmeldefristen und Wartelisten
Beliebte Camps sind oft Monate im Voraus voll, besonders in den Sommer- und Sportferien. Viele Anbieter öffnen die Anmeldung zu Beginn des Kalenderjahres oder direkt nach den Sommerferien für das nächste Jahr. Trag dir die Anmeldestarts ein, sobald du sie kennst. Eine Warteliste ist keine Absage: Plätze werden regelmässig frei, weil Familien umplanen. Setz dich auf die Warteliste und sichere dir parallel eine Alternative.
Auf feriolo.ch sind die Angebote nach den Schulferien deines Kantons sortiert. Unter Ferienbetreuung findest du Camps und Kurse, die eine Ferienwoche abdecken, unter alle Camps die vollständige Liste nach Datum. Die Anmeldung läuft direkt beim Anbieter.
Was oft vergessen geht
- Randzeiten. Ein Camp von neun bis sechzehn Uhr deckt keinen Arbeitstag ab. Frag nach Früh- und Spätbetreuung oder plane die Übergabe mit dem anderen Elternteil.
- Geschwister. Zwei Kinder in zwei Camps an zwei Orten sind logistisch anspruchsvoll. Angebote, die mehrere Altersstufen aufnehmen, sparen Fahrten.
- Ein Plan B. Kinder werden krank, Camps fallen aus. Eine Notfall-Absprache mit Grosseltern oder Nachbarn nimmt Druck raus.
- Das Kind fragen. Ab dem Primarschulalter haben Kinder klare Vorstellungen. Wer mitentscheidet, geht lieber hin.
Mit einem Jahreskalender, einer Handvoll fester Bausteine und früh gesetzten Anmeldeterminen wird aus dreizehn Wochen ein Plan, den du nicht in jeden Ferien neu erfinden musst.