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Gratis und günstige Ferienangebote für Kinder: Ferienpass, Gemeinschaftszentren, Sportämter

Wo es in der Schweiz Ferienangebote für Kinder gibt, die wenig oder nichts kosten: Ferienpass, Gemeinschaftszentren und Jugendarbeit, Lager der Sportämter, dazu KulturLegi, Geschwisterrabatte und Hilfe, wenn das Geld nicht reicht.

Aktualisiert am 24. September 2026

Eine Campwoche kostet schnell mehrere hundert Franken, und bei zwei oder drei Kindern und rund dreizehn Ferienwochen im Jahr wird das für viele Familien zu viel. Dabei gibt es in der Schweiz eine ganze Reihe von Ferienangeboten, die wenig oder gar nichts kosten. Sie sind nur weniger sichtbar als die privaten Camps, weil öffentliche Stellen und Vereine kaum Werbung machen. Hier ist, wo du suchst.

Der Ferienpass

Den Ferienpass gibt es in vielen Gemeinden und Regionen, und er kostet deutlich weniger als eine Campwoche. Du zahlst einen Pauschalbetrag für den Pass, die einzelnen Aktivitäten sind gratis oder kosten einen kleinen Beitrag. Organisiert wird er meist von einem Verein, einer Kommission der Gemeinde oder mehreren Gemeinden zusammen, getragen von Freiwilligen. Der Haken: Der Ferienpass ist kein Camp mit Betreuung über den ganzen Tag, und beliebte Aktivitäten sind schnell vergeben. Wie Anmeldung und Zuteilung laufen, erklärt der Ratgeber Ferienpass erklärt.

So findest du ihn: Frag in der Schule oder bei der Gemeinde, welcher Ferienpass für euch zuständig ist. Manche Gemeinden haben einen eigenen, andere gehören zu einem regionalen Pass.

Gemeinschaftszentren und Jugendarbeit

In grösseren Städten sind die Gemeinschafts- und Quartierzentren eine gute Adresse. In Zürich gibt es 17 Gemeinschaftszentren, getragen von einer Stiftung und mitfinanziert vom Sozialdepartement der Stadt. Sie führen «Ferienangebote» als eigene Rubrik in ihrem Programm; was genau stattfindet und was es kostet, steht beim jeweiligen Zentrum. Die Stadt Lausanne bietet Kindern von 5 bis 15 Jahren, die in der Stadt wohnen, Ferienaktivitäten an, die gratis sind oder wenig kosten, mit Anmeldung und betreut von Fachleuten.

In kleineren Gemeinden übernimmt oft die offene Jugendarbeit, die Kirchgemeinde oder ein Familienverein diese Rolle. Ein Anruf bei der Gemeindeverwaltung klärt, was es in eurer Gemeinde gibt.

Lager der Sportämter und Jugend+Sport

Die Lager der Kantone und Städte sind nicht gratis, aber deutlich günstiger als viele private Angebote, weil Jugend+Sport und die Kantone Beiträge zahlen. Zwei Beispiele aus dem Winter 2026/27: Die Ski- und Snowboardcamps der Ostschweizer Sportfachstellen kosten 300 bis 350 Franken für eine Woche, mit Reise, Unterkunft, Verpflegung, Unterricht und Skibillett. Die Ski- und Snowboardlager des Kantons Neuenburg in Zinal kosten 390 Franken für Jugendliche aus Neuenburg und dem Jura. Im Sommer 2026 kostete beim Freiburger Sportamt eine Woche Schwimmen ohne Übernachtung 100 Franken, ein Lager in Tenero 320 Franken.

Auch die Städte haben eigene Angebote: die Feriensportwochen der Stadt Bern, die Sportcamps der Stadt Genf für 4- bis 17-Jährige, deren Tarife laut Stadt für jedes Budget passen, oder die Lager der Stadt Lausanne in ihren Ferienhäusern in den Bergen. Die Übersichten stehen im Ratgeber Skilager und Sportcamps der Kantone. Die Lager von Pfadi und anderen Jugendverbänden sind oft ebenfalls günstig, weil die Leitung ehrenamtlich arbeitet.

Rabatte, die du kennen solltest

KulturLegi. Die KulturLegi von Caritas ist ein persönlicher Ausweis für Menschen mit knappem Budget. Sie gibt mindestens 30 Prozent Rabatt auf über 4300 Angebote in der ganzen Schweiz, auch im Sport. Bei den Jugendsportcamps von Zürich, St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Schaffhausen sind es 50 Prozent. Wer Anspruch hat, erfährst du bei Caritas in deiner Region.

Familienpässe. In Basel werden die Sportlager des Sportamts mit dem FamilienpassPlus günstiger. Frag in deiner Stadt nach, ob es einen ähnlichen Pass gibt.

Geschwisterrabatt. Viele Anbieter geben ab dem zweiten Kind Rabatt. Beim Kanton St. Gallen sind es 50 Franken pro weiteres Kind, beim Freiburger Sportamt kostet ein Lager für zwei Kinder 290 statt 320 Franken pro Kind. Frag auch dann, wenn nichts auf der Website steht.

Wohnortrabatt. Manche Angebote sind für Kinder aus der eigenen Stadt oder dem eigenen Kanton günstiger oder nur für sie offen. Bei den Ostschweizer Jugendsportcamps zahlen Kinder aus anderen Kantonen 100 Franken mehr, die Lager der Stadt Lausanne sind für Lausanner Kinder.

Wenn das Geld trotzdem nicht reicht

Sprich die Anbieterin direkt an und frag nach ermässigten Plätzen. Viele Ferienpässe kennen ermässigte Preise für Familien mit knappem Budget, und manche Vereine helfen, auch wenn es nicht auf der Website steht. Der Kanton Freiburg verweist bei Lagerkosten auf die individuelle Familienhilfe von Pro Junior Fribourg. Die Stadt Genf unterstützt Genfer Lagerorganisationen mit 15 Franken pro Kind aus der Stadt und Tag. Wenn beide Eltern arbeiten, gibt es an vielen Orten zusätzlich Beiträge an die Ferienbetreuung oder einen Steuerabzug; mehr dazu in Subventionen und Steuerabzug für Ferienbetreuung.

So findest du die Angebote auf feriolo.ch

Ferienpässe, Gemeinden und Sportämter sind auf feriolo.ch gratis eingetragen. Unter Kleines Budget findest du Angebote mit tiefem Preis, nach Region gefiltert, unter Ferienbetreuung alles für die Schulferien. Die Daten deiner Schulferien stehen unter Schulferien. Was ein Camp üblicherweise kostet und was im Preis steckt, liest du in Was kostet ein Camp?.

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